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Hennigsdorf

Hennigsdorf liegt unmittelbar nordwestlich vor den Toren Berlins und ist mit rund 27.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt im Landkreis Oberhavel. Als traditioneller Industriestandort mit enormen Wirtschaftspotenzialen, einer sehr guten Verkehrsanbindung aber auch zahlreichen Naherholungsgebieten hat sich Hennigsdorf in den letzten Jahren zu einem Magnet für Besucher und Investoren am Rande der Hauptstadt etabliert. Darüber hinaus bietet die Region Berlin-Brandenburg das in Deutschland dichteste Netz an Forschungseinrichtungen und Biotechnologiezentren. Junge Wissenschaftler finden hier die idealen Bedingungen für den Aufbau ihrer Karriere und Unternehmer schätzen die Region wegen des hohen Anteils hochqualifizierter Arbeitskräfte und des niedrigen Kostenniveaus.

Der Ausgangspunkt für Hennigsdorfs wirtschaftliche Entwicklung war die Gründung des heutigen Weltkonzerns AEG, der Ende des 19. Jahrhunderts seinen Stammsitz hier errichtete. Ab 1914 wurden in Hennigsdorf Dampf- und E-Lokomotiven gebaut. Auch heute noch ist Hennigsdorf ein bedeutender Standort der Schienenverkehrstechnik. Das kanadische Unternehmen Bombardier Transportation baut hier Schienenfahrzeuge, die rund um den Globus zum Einsatz kommen.

Zweitgrößter Arbeitgeber der Stadt sind die Hennigsdorfer Elektrostahlwerke. Sie gehören seit 1992 zur italienischen Riva-Gruppe, dem drittgrößten Stahlproduzenten Europas. Das Stahlwerk wurde 1917 gebaut, um den steigenden Bedarf an Stahl für den Eisenbahnbau zu decken.

Die Stadt Hennigsdorf ist aber heute nicht mehr nur ein Standort der Schienenverkehrs-und Stahlindustrie. Sie hat sich auch aktiv und erfolgreich für die Ansiedlung neuer Branchen engagiert. In Hennigsdorf entstanden im Rahmen einer integrierten Standortentwicklung auf einer Gesamtfläche von 112 ha insgesamt 10 neue Gewerbegebiete für kleinere und mittelständige Unternehmen.

Hennigsdorf zählt heute zu einem der wichtigsten Biotechnologie- und Medizintechnikstandorten der Hauptstadtregion.

Biotech-Bogen Hennigsdorf: Ein Zentrum der Life Sciences for Health

Die Unternehmen und Initiativen im Biotech-Bogen Hennigsdorf bilden nahezu die gesamte Wertschöpfungskette für die Entwicklung neuer Diagnostika und Therapeutika ab - von der Entwicklung bioinformatischer Werkzeuge bis hin zur Produktion pharmazeutischer und medizintechnischer Produkte.

Ausbildungseinrichtungen, klassische Start-up-Unternehmen und Hochschul-Spin-Offs arbeiten im Biotech-Bogen Hennigsdorf gemeinsam mit etablierten Pharmaunternehmen. Mit Firmen, wie dem internationalen US-Konzern Thermo Fisher Scientific (ehemals B·R·A·H·M·S AG) und der Acri.Tec GmbH, Tochter der Carl Zeiss Meditec AG, sind wirtschaftlich etablierte, größere Unternehmen angesiedelt. Der Gesundheitsdienstleister Healthways International, der größte Anbieter von Hochrisiko- und Disease Management Programmen in den USA, belegt die Vielseitigkeit und Internationalität des Standortes, der auch Ihrem Unternehmen interessante Synergieeffekte bieten kann.

Erfolgreichstes Unternehmerbeispiel am Standort ist zweifelsohne die B·R·A·H·M·S AG. Das Unternehmen entstand 1994 als erstes Management-Buyout der deutschen Pharmaindustrie aus der Diagnostikabteilung der Henning Berlin/Marion Merrell Dow. Mit dem Namen B·R·A·H·M·S, der sich aus den ersten Buchstaben ihrer Vornamen zusammensetzt, verewigten sich die Gründer des Unternehmens, das damals noch unter B·R·A·H·M·S Diagnostica GmbH firmierte. Im Jahr 2000 zog das Unternehmen in das neu gegründete Biotechnologie-Zentrum in Hennigsdorf ein und wurde wenig später zur Aktiengesellschaft. 2009 wurde B·R·A·H·M·S AG für 330 Mio € vom us-amerikanischen Pharmakonzern Thermo Fisher Scientific Inc. übernommen.

Der Biotech-Bogen Hennigsdorf hält unterschiedliche Gebäudekomplexe mit differenzierter leistungsfähiger technischer Ausstattung vor. Konferenz- und Veranstaltungsräume bieten günstige Kommunikationsmöglichkeiten und die Möglichkeit zur Bereitstellung von Interimslaboren und -büros vermag akute Platzprobleme auf elegante Weise zu lösen.

Mit dem Biotechnologiezentrum wurde eine weitere zukunftsfähige Branche mit großen Entwicklungspotentialen angesiedelt. Angedacht ist, die noch zur Verfügung stehenden Flächen als Erweiterungsflächen des Biotechnologiezentrums zu entwickeln.